Kaum mehr als 200 Jahre ist Bangkok Thailands Hauptstadt. Über 7 Millionen Menschen leben hier, mittendrin der König in seinem Palast. Wolkenkratzer dominieren die Skyline, Autobahnen zerschneiden Stadtviertel, mehr als 400 Tempel sorgen dafür, dass das traditionelle Flair dennoch nicht verschwindet.

Über die Hälfte des thailändischen Bruttosozialprodukts wird hier erwirtschaftet, Reichtum und Armut prallen hart aufeinander. Bangkok ist weltoffen, viele Ausländer aus Europa, Amerika und den umliegenden asiatischen Ländern wohnen hier, und jedes Jahr kommen Millionen Touristen. Buddhisten und Angehörige anderer Religionen leben friedlich nebeneinander.

Fast an jedem Tag wird es über 30 Grad Celsius heiß. In der Regenzeit von Mai bis Oktober liegt eine drückende Schwüle über der Stadt. Die angenehmste Reisezeit ist Dezember bis April.

Übernachtung

Von der spartanischen Absteige mit Schlafsälen für Rucksackreisende bis zum Fünf-Sterne-Luxushotel bietet Bangkok in jeder Preislage ein großes Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. Legendär ist das „Oriental Hotel“ am Chao Phraya River, in dem die Preise allerdings erst bei 340 US-Dollar beginnen. Allein wegen der Aussicht sollte man sich hier aber ruhig einmal einen Kaffee auf der Terrasse genehmigen.

Gute Mittelklassehotels berechnen für ein Zimmer mit Bad, Klimaanlage, Mini-Bar und TV umgerechnet 25 bis 30 Euro (oft ohne Frühstück), egal ob man das Zimmer allein oder zu zweit nutzt. Familien können sich gegen Aufpreis meist zusätzliche Betten hineinstellen lassen. Vorausbuchungen im Internet sind oft günstiger.

Essen

In Bangkok wird praktisch an jeder Ecke gekocht und gegessen. Besonders günstig sind natürlich Thaigerichte, die in zahllosen Garküchen angeboten werden (3 bis 4 Euro pro Mahlzeit). Fast alle sind hygienisch unbedenklich, man kann bei der Zubereitung zusehen und mit Fingerzeig die Zutaten auswählen. Als Weltstadt bietet Bangkok aber zum Beispiel auch viele indische, italienische und sogar deutsche Restaurants in allen Preisklassen.

Sicherheit

Für Touristen ist Bangkok sehr sicher. Vor Taschendieben sollte man sich wie in jeder Großstadt in Acht nehmen, Raub- oder gar Mordopfer werden Ausländer so gut wie nie.

Verkehr

Fast überall und zu jeder Zeit muss man mit Staus rechnen. Die Stadt hat zwar zwei Hochbahnlinien (Skytrain ) und eine U-Bahn-Linie, sie verbinden jedoch nur moderne Viertel wie Silom, Sukhumvit oder Din Daeng miteinander. Die Anbindung an den neuen internationalen Flughafen soll im Laufe dieses Jahres fertig werden. In die Altstadt mit dem Königspalast und vielen historischen Tempelanlagen oder nach Chinatown kommt man am einfachsten (und für europäische Verhältnisse sehr günstig) mit dem Taxi. So gut wie alle Fahrer schalten von sich aus den Gebührenzähler an, sprechen aber oft nur wenig Englisch (Hotels geben ihren Gästen oft eine Wegbeschreibung auf Thai mit). Keineswegs billiger sind die Tuk Tuks, Dreiradtaxen, deren Chauffeure gerne einen rasanten Stil pflegen. Richtig abenteuerlich wird die Fahrt auf einem Motorradtaxi, deren Fahrer man an orangefarbenen Westen erkennt und daran, dass sie sich durch jeden Stau schlängeln. Fast überall fahren Busse, die nur wenige Baht kosten, allerdings sehr laut und oft überfüllt sind. Das Liniensystem ist für Ausländer kaum zu durchschauen. Billig, manchmal sogar kostenlos sind die Fähren auf dem Chao Phraya, von denen aus man außerdem noch einen Blick auf viele Sehenswürdigkeiten hat.

Shopping

Zahllose Schneider (oft indischer Herkunft) nähen überall in der Stadt Hemden, Kleider oder Anzüge nach Maß. Man kann zwischen einer Vielzahl von Stoffen wählen (und wenn man will, auch Vorlagen wie Katalogbilder oder die eigene Lieblingsjacke mitbringen) und notfalls mehrmals anprobieren und nachbessern lassen. Die Preise sind oft Verhandlungssache, mit Geschick kann man auf ein Drittel des in Deutschland üblichen Preises kommen. Rund um den Siam Square, die Sukhumvit oder Silom Road gibt es außerdem viele Boutiquen und Shopping Center.

Aus den zahlreichen Märkten ragt vor allem der Chatuchak-Flohmarkt (nahe Skytrain Station Mo Chit) heraus. Hier sind am Wochenende ausgefallene Mode, Schmuck und Souvenirs erhältlich.

Juweliere (nicht nur in Chinatown) bieten günstig Schmuck und Edelsteine an. Da viele Fälschungen auf dem Markt sind, sollte man immer nach Echtheitszertifikaten fragen.

Zahlreiche Werkstätten fertigen preiswertes Kunsthandwerk an. Der Handel mit echten Antiquitäten ist in Thailand allerdings verboten.

Nachtleben

Bangkok hat weit mehr zu bieten als die berühmten Rotlichtviertel. Rund um die Sukhumvit Road gibt es viele Diskotheken. In gehobenen Läden wie dem „Bed Supperclub“ (am Ende der Soi 11, einer Nebenstraße der Sukhumvit Road) wird auf gepflegte Kleidung Wert gelegt (keine kurzen Hosen). Da viele Clubs Sicherheitskontrollen durchführen, immer einen Ausweis mitnehmen!

In den Nebenstraßen vieler Stadtviertel findet man Biergärten, in denen oft Live-Musik gespielt wird. Thaibier ist hochprozentiger als deutsches.

Das Patravadi-Theater (am Westufer des Chao Phraya neben dem Supatra River House) ist bekannt für seine modernen Aufführungen, die thailändische und westliche Stile verknüpfen. Das Nationaltheater (nördlich des Königspalasts) spielt vor allem traditionelle Stücke, die bei Touristen sehr beliebt sind. Puppenspiele gibt es im „Joe Louis Theatre“ (U-Bahn Lumpini).
Museen

Das Nationalmuseum (nördlich des Königspalasts) gibt einen Überblick über die Geschichte des Landes. Die Nationalgalerie direkt daneben zeigt die kulturelle Entwicklung. Die „Tang Contemporary Art Galery“ (Silom Road) stellt auch zeitgenössische Künstler aus anderen asiatischen Ländern aus.
Sport

Thaiboxen (Muay Thai) ist Volkssport Nummer eins. Wer am Wochenende in eines der beiden großen Stadien (Ratchdamnoen oder Lumpini Stadium) will, sollte sich rechtzeitig um Karten kümmern. Unter der Woche ist es einfacher. Thais wetten hier gern. Wer Regeln und Kämpfer nicht kennt, hat wenig Gewinnchancen.
Thaimassage

Traditionelle Thaimassage (thailändisch: „Nuad“) ist eine 3.000 Jahre alte Heilbehandlung. Mit Fingern und Handballen, manchmal aber auch Füßen und Ellenbogen werden Akupressurpunkte gedrückt. Das verbessert die Durchblutung der Organe und lindert vor allem Verspannungen. Viele alteingesessene Salons verweisen auf ein Diplom, das ihre Betreiber an der Wat-Po-Massageschule erworben haben. Sie gehört zum königlichen Tempel und ist mit der Pflege und Weitervermittlung thailändischer Heilkunst beauftragt. Auch Touristen können hier in einem einwöchigen Kurs für 170 Euro die Grundlagen der Thaimassage erlernen.

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