Tag 2: Was passiert, wenn´s passiert

> Dienstag, 12 Uhr in Bangkok > Ein mal ist kein mal

5 vor 12. Zum Glück gab es um diese Tageszeit kaum Kinobesucher. Lange Menschenschlangen vor den Kinokassen wären fatal für solch eine beispielhafte Pünktlichkeit. Beim betreten des Kinosaals liefen bereits die Kinotrailer. Wie immer waren auch ein paar neue Gusterstückchen darunter. Ob die Wohl auch im deutschsprachigem Raum laufen würden?
Zumindest beim Hauptfilm war dessen Existenz vor der Thailandreise unbekannt. Aber das ließe sich ohne weiteres nachher im Internet überprüfen. Die nächsten anderthalb Stunden ertönte die englische Originalsprache mit thailändischen Untertiteln, war diese Voraussetzung doch bereits am Vortag, bei der Auswahl des Kinofilms, Ausschlussgrund für so manch anderen Streifen.

Als nächstes stand wider Sightseeing auf dem Programm, erstmals in diesem Urlaub ganz im klassischen Sinn, mit einer Bootstour, Besichtigung von China Town, dem liegendem Buddha, dem gegenüberliegendem Kaiserpalast und schließlich noch Wat Arun. So zumindest der Plan.
Mit einem Touristenboot, so der Reiseführer, könnten bequem vom Wasser aus einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bangkoks bestaunt werden, und darüber hinaus sei angeblich sogar den ganzen Tag über an mehrere Anlegestellen das Verlassen und Betreten des Bootes möglich. Leider erwies sich der Kauf eines Tickets für die Bootsfahrt schwieriger als gedacht. Der zuständige Verkäufer weigerte sich beharrlich das begehrte Ticket auszustellen und versuchte Wiederholt darauf hinzuweisen, dass es ja inzwischen bereits auf halb drei zugehe und der Schiffsverkehr um 4 Uhr eingestellt werde, weshalb er unnachgiebig darauf bestand, dass eine Wiederkehr am nächsten Tag sinnvoller wäre.
Nun gut, Dreamworld bei Nacht war bislang ohnehin ein ungelöstes Problem, und das Sirocco ohne die richtige Begleitung die sich daran erfreut, ist irgend wie auch nur reine Geldverschwendung. Dank dieser Sichtweise war es plötzlich möglich, erneut die verblieben Aktivitäten eines Tages auf den nächsten zu verschieben.

22:30 Uhr in Bangkok – Alte Wunden

An diesem Abend musste einfach endlich das geschehen, weshalb Thailand, unter all den schönen Reisezielen auf dieser großen, weiten Welt, den Vorzug bekommen hatte.
Im Internet hieß es, hier in Thailand gebe es für diese gewissen Dienstleistungen, mit dem ganz besonderem Kick am Ende, zwei verschiedene Tarife, abgekürzt ST und LT. Nun liegt natürlich der Gedanke nahe, ST stünde für STunde, aber was bitte bedeutet dann LT. Weitere Recherchen während der Suche nach einem geeignetem Reiseziel offenbarten, LT steht für Long Time und ST eben nicht für STunde sonder heißt Short Time, was soviel wie „You come, I go“ bedeutet, während Long Time als „Sun come, I go“ interprtiert werden kann. Dabei soll eine LT angeblich kaum mehr kosteten als eine ST.
Da die Suche nach einer Freelancerin oder einem Bargirl bislang erfolglos waren, blieben nun nur noch die Mädels aus den A-GoGos. Wenigstens hatten schon in der ersten Nacht mehrere dieser Exemplare ihr Interesse bekundet, und so wurde als Jagdrevier dieses Abends die Soi Cowboy auserkoren. Wie sagte der Berg so schön, als er zum Propheten kam: „Wenn der Jäger nur in seinem Revier jagen darf, muss das Wild eben zum Jäger kommen.“ oder so ähnlich.
Mit etwas Glück ist dort sogar wieder die mollige Amazone von der ersten Nacht auf der Pirsch, und diesmal wäre es ein leichtes für sie, ihre Beute zu erlegen. Es ging also erst mal die Soi Cowboy hinunter, aber diesmal erschien es den Mädels offenbar vergebene Liebesmüh ihren Köder nach diesem hungrigem Wolf auszuwerfen, der da gerade an ihren Türschwellen herumstreifte. Das Internet hatte bereits darauf hingewiesen, dass sich Gerüchte bei den Mädels wie ein Lauffeuer verbreiten. Offenbar war inzwischen das haltlose Gerücht in aller Mädel Mund, dieser Fuchs sei nicht zu Fangen, auch wenn es in Wahrheit genau das war, eben nur ein haltlose Gerücht. Ist ein Gerücht aber einmal in die Welt gesetzt, dann macht es schnell die Runde, und es ist ihm nur noch schwer beizukommen. Glücklicherweise war die Zeit vor dem Aufbruch sinnvoll genutzt worden, und so hieß es am ende der Gasse „Kehrt – Marsch“ die Soi Cowboy zurück, bewaffnet mit dem Namen einer A-GoGo, die angeblich eine vernünftige Show und hübsche Mädels zu bieten hatte, auch wenn diese A-GoGo offenbar nicht der Angel Witch das Wasser reichen konnte. So zumindest das Internet.

23 Uhr in Bangkok – Etwas Altes, etwas Neues

Dieses mal war die Uhr vor dem verlassen des Hotels zwei mal kontrolliert worden, um sicher zustellen, dass es beim Verlassen ohne jeden Zweifel schon nach 22 Uhr war. Das Warten auf die richtige Zeit machte sich nun bezahlt.
Die A-GoGo hatte ein Bühne mit mehreren GoGo-Stangen und jede dieser GoGo-Stangen besaß ihre eigene Hupfdohle. Dank der „fortgeschrittenen“ Stunde des Abends Tanzten die Mädels diesmal Oben-Ohne und gegen ende ihres Tanzes ließen diese für einen kurzen Moment, ihre Hüllen sogar ganz fallen, ehe sie hinter der Bühne verschwanden um sich danach „bekleidet“ unter die Gäste zu mischen.
Diesmal hielten sich die Mädels auch nicht wie letztes mal irgend wie lustlos an den Eisenstangen fest, sondern ihre Tanzeinlagen hatten fast schon leicht Akrobatische Züge. Besonders begabt erwies sich ein Mädel die ganz offensichtlich das richtige Alter für die nötigen Erfahrung besaß.
Sie war zwar immer noch ein junge Frau, die noch ihr ganzes leben vor sich hatte, aber im Gegensatz zu den frisch gebackenen Kücken die sie umgaben, erweckte sie nicht den Eindruck, als sei sie gestern erst den Windeln entstiegen. Eben diese holde Maid war die erste, die nun bei den Gästen eintraf, obwohl sie erst als letzte die Bühne verlassen hatte. Dieses liebliche Geschöpf hatte ein klares Ziel vor Augen, welches ihr kein anderes Mädel vor der Nasse wegschnappen sollte.
Sichern Schrittes steuerte sie diesen einsamen Wolf an, der sich schon seit Tagen vergeblich nach der Gunst eines weiblichen Wesens verzehrte, der da immer noch so ganz alleine in einer dunklen Ecke dieses Etablissements herumsaß. Als wäre es das normalste der Welt, nahm sie ungefragt am Tisch ihres auserwählten platz. Ganz wie es die Höflichkeit gebot, wurde ihr ein Lady-Drink angeboten, den sie auch freudig annahm. Daraufhin ertrug sie es nicht länger, darüber zu schweigen und lies den edlen Spender wissen, dass sie froh sei, dass er immer noch hier ist, da sie dessen verstohlene Blicke bemerkt habe, die ihre Darbietung so begeistert gewürdigt hatten. Sie meinte, ihr war sofort klar gewesen, dass sie diesen Mann unbedingt kennen lernen will, und insgeheim hatte sie bereits geahnt, dies müsse jetzt sofort und schnell geschehen, bevor er wieder seine Flügel ausbreitet und davonfliegt.
Da stellt sich nun natürlich die frage, ob ihre Worte den „Buschtromeln“ geschuldet sind, oder ob sie dies jedem ins Ohr flüstert. Am realistischsten wäre es vermutlich wenn sie rein zufällige die passenden Worte gewählt hätte. Wobei diese letzte Möglichkeit eventuell nur am realistischsten wirkt, da dies Variante die bevorzugt Option darstellt. Welche Version tatsächlich zutrifft bleibt jedoch auf ewig ein Geheimnis, da es sich nicht geziemt danach zu fragen, und man darüber hinaus, ohnehin nie wissen könnte, ob die Antwort auf dies Frage eine ehrliche wäre.
Nachdem das süße Zicklein nun losgeworden war, was ihr so sehr am Herzen lag, bekam sie bedenken wegen ihres Alters und kam zu der Ansicht, dass eine dieser jungen Kaulquappen doch viel begehrenswerter sei. Nur war sie allein es, die diese Wahl getroffen hatte, und keines dieser unerfahrenen Hühner, die noch ganz grün hinter den Ohren sind. Es war ihre freie Entscheidung an diesem Tisch platz zu nehmen, keiner hatte sie dazu gezwungen, und allein das zählt. Dies zählt sogar mehr als alles andere. Bei diesen Worten war sie wieder beruhigt. Zu ihrem Leidwesen sehen eben nur die wenigsten Menschen, die Dinge so wie sie wirklich sind. Darum hat jede schöne Frau immer eine hässliche Freundin an ihrer Seite, durch die sie noch schöner wirkt. Wären ihre Kolleginnen genau so alt wie sie, dann wären scheinbar alle Mädels dieser A-GoGo immer noch junge Dinger, da aber die anderen Angestellten eigentlich immer noch Teenager waren, sah man ihr an, dass sie inzwischen bereits die 20 überschritten hatte und allmählich wohl doch schon eher auf die 25 zu ging. Was dazu führte, dass sie nun wissen wollte wie alt sie ist.
Woher bitte soll Mann dies wissen? Immer dieses schätzen. Und was wenn Mann falsch liegt? Richtig, dann brennt natürlich Feuer auf dem Dach. Das schlauste wäre es wohl auf diese Frage einfach immer mit 21 zu antworten, ganz gleich wie alt das gegenüber ist. Ist sie jünger, fühlt sie sich dadurch ja so reif für ihr alter, und wäre sie älter hätte sie sich noch so gut gehalten. Aber dazu müsste man nun mal schlau sein. War das eben etwa tatsächlich laut gesagt worden? Man sollte wirklich immer vorher denken bevor man spricht. Nun, wie auch immer, zumindest lag inzwischen auf der Hand dass sie keine 21 mehr war. Da schon eher 25. Aber so wie sie über ihr Alter redete, musste sie gar noch Älter sein. Aber viel älter konnte sie auch nicht sein. Höchstens ein bis zwei Jahre. Als daher 27 als Antwort kam, machte sie das selbe wie die meisten Frauen. Sie tat so als wäre dies ihr richtiges Alter, und wollte wissen, wer denn dies verraten hätte. Aber mal ganz ehrlich, was spielt den das Alter schon groß für eine Rolle. Gut, OK, Mädels zwischen 13 und 18 sind nur brauchbar für die ersten Erfahrungen pickliger Halbstarker, und ein absolutes Tabu für alle anderen. Jede Frau über 18 ist aber Freiwild. Frauen unter 40 sind gut zum Kinder kriegen, bei allen über 50 muss Mann sich deswegen keine sorgen mehr machen. In Wahrheit besitzt ja jede Frau ihren Reiz, Mann muss nur gewillt sein, genau hinzusehen. Ein langjähriger Freund hat eine sehr „poetische“ Art dies auszudrücken. Wenn eine Frau zum Beispiel dumm ist sagt er immer nur: „Du fickst ja nicht ihr Hirn.“ Bei korpulenten Frauen fängt er immer an mit: „Denn nur die Dicken schwitzen beim ficken.“ Und daraufhin behauptet er dann: „Die dicken Frauen sind die versautesten, keine Frau ist so dankbar für einen Fick wie eine Dicke.“ Einmal wurde er gefragt ob es ihn stören würde wenn ihr ein Auge fehlt, von ihm kam dann: „Du fickst ja nicht ihr Gesicht. Obwohl?“ Danach ließ er sich darüber aus, was für ein umwerfendes Gefühl es sei in ihrer Augenhöhle zu kommen, fast so als hätte er es selbst schon erlebt. Vermutlich war dies jedoch nicht wirklich ernst gemeint. Das am Ende aber mehr dahinter steckt als nur leeres Gerede und er wirklich alles Nageln würde was ihm gerade vor die Flinte läuft, ist jedoch eher zu bezweifeln. Aber auch wenn es keinen Universal-Deckel gibt, so gibt es trotzdem am Ende für jeden Topf, immer auch einen passenden Deckel. Und für einen gewissen anwesenden Deckel kommen dabei sogar alle passenden Töpfe die jünger oder gleich alt sind, durchaus auch als potenzielle Lebensgefährtin in Frage. Nachdem dieser Gedanke auf diese weise ein zufriedenstellendes Ergebnis gefunden hatte, wagte sich, auf der verzweifelten Suche nach einem neuem Gesprächsthema, neuerlich die altbewährte „PulpFiktion-AltesJapanerpärchen-Anekdote“, die sich in solch einer Situation schon des öfteren bewährt hatte, aus der Mottenkiste hervor. Es handelte sich um die selbe Anekdote, die auch schon am Vortag bei der billiardespielenden Kellnerin, seinen Zweck erfüllt hatte, und die sich ausbreitende Stille für kurze Zeit überbrückte. Zuerst wurde also wie immer Uma Thurmans Part in der „Pulp Fiktion“-Szene über unbehagliches Schweigen nachgestellt, um dann die Szene, aus einem weitgehend unbekannten japanischen Streifen, zitierten zu können, in der sich ein altes japanisches Pärchen scheinbar Stunden lang schweigend gegenüber sitzt und die Stille geniest, bevor sich der alte Japaner schließlich erhebt, sich für das gute Gespräch bedankt, und sich mit der Bitte verabschiedete dies bald zu wiederholen. Damit lässt sich zwar nicht gerade das Eis brechen, aber es bietet wenigsten etwas Abwechslung und durchbricht so für ein paar Minuten in das angespannte Schweigen, in der beide Seiten zwanghaft nach einem geeignetem Thema suchen. Gegen Ende dieser Anekdote zeigte sich, dass es selbst den größten Optimisten unsrer Zeit schwerfallen würde den Lady-Drink des talentierten GoGo-Girls als immer noch halb voll einzustufen. Inzwischen ließ sich nur noch mit gelegentlichem Nippen das unausweichliche für eine Weile hinauszögern. Ihr Drink war kaum noch ein Schluck. Vermutlich waren es nun nur noch Reste der geschmolzenen Eiswürfel. Um das leiden dieser Schönheit zu verringern, wurde sie gefragt ob es denn gestattet sei, einen neuen Lady-Drink für sie zu ordern. Komischerweise wies sie jedoch darauf hin das ihr Lady-Drink noch gar nicht leer sei, und nippte zum Beweis kurz an ihrem Glas. Die besorgte Frage, ob ihr den all das dumme Zeug, das sie so eben zu hören bekam, zu verrückte gewesen sei, und sie daher vorhabe einen anderen Gast aufzusuchen, wurde glücklicherweise verneint.
Schließlich einigte man sich darauf, dass zwei neue Getränke bestellt werden würden, sobald beide Gläser auf dem Tisch leer sind. Somit war es nun also bedauerlicherweise erst mal notwendig, die noch fast halb volle Cola schnellstmöglich mit ein paar großen Schlucken zu leeren, und keine zwei Minuten später konnten endlich die Kellnerin mit einer neuen Aufgabe betraut werden.

0 Uhr in Bangkok – Es kommt der frömmste nun zum Absch(l)uss

Nach dem die Versorgung mit Getränken wieder Sichergestellt war, erhob sich diese Grazie und verschwand, vermutlich Richtung Stilles Örtchen. Bei ihrer Rückkehr hatte sie mehrere, bereits aufgeblasene Ballons in der Hand und forderte, dass diese in die Luft gehalten werden. Selbst die Kellnerin machte mit.
Und dann, BUMM Einer der Ballons war geplatzt, und dann noch einer. Was war hier nur los? Ein Ballon nach dem anderen Platzte auf unerklärliche weiße. Tja, und dann fiel der Blick auf die Bühne. Für die Sache mit den Ballons war ein schlechter Zeitpunkt gewählt worden, denn gerade gab es auf der Bühne wichtigeres als die platzenden Ballons. Ein Angelegenheit die „höchster Konzentration“ und ungeteilter Aufmerksamkeit bedurfte. Dort lag nämlich eine nackte Frau auf dem Rücken, mit gespreizten Beinen und ihre Lustgrotte ließ keinerlei Spielraum für ein dezentes Geheimnis, lag diese doch genau in Richtung verrücktes Trio mit deren zerplatzten Ballon. Und diese „Pussy“ erfreute sich gerade an einer sehr intimen Massage durch eine Flöte. Ein weitere Knall, und das war’s dann mit denn Ballons. Leider ging nun auch das Flötenspiel zu ende. Kurze Zeit später wurden dann im Lokal Tischtennisbälle durch die Gegend geworfen, alle genau in diese heimelige, ruhige, dunkle Ecke, die bislang so angenehmen Schutz geboten hatte. Irgend jemand erlaubte sich da wohl einen schlechten Scherz. Offen bar kamen diese kleinen runden Mistdinger aus Richtung Bühne, aber in der nähe der Bühne war niemand zu sehen der mit diesen weisen Kugeln hätte werfen können. Lediglich die Frau von eben lag wieder auf der Bühne, in genau der selben Position wie vorhin, nur diesmal leider ohne Flöte. Und schon wieder kam eines dieser Geschoße wie aus dem nichts geflogen. Und beim nächsten Angriff wurde dann endlich klar was hier gespielt wurde. Die Frau auf der Bühne war es, die mit den Bällen warf. Aber sie benutzte dafür nicht etwa ihre Hände, nein, sie hatte dafür ihre ganz eigene Technik. Ein Tischtennisball nach dem anderen schoss aus ihrem Unterleib hervor. Und allmählich dämmerte auch was die Ballons zum Platzen gebracht hatte. Die Flöte war vermutlich gar keine Blasinstrument gewesen, sondern in Wahrheit vielmehr ein Blasrohr, mit dem die freche „Muschi“ auf die Ballons geschossen hatte, und sie dadurch zum Patzen brachte. Die ganze Show ging danach noch mit jeder Menge anderer Tricks dieser Art weiter und zum krönenden Abschluss gönnte sich ihr Allerheiligstes wortwörtlich eine fette Zigarre. Nach der Show erklärte die tanzende Lilie, das die Frau, die eben auf der Bühne war, die Älteste angestellt des Clubs war, aber dass besagte Frau nur diese Show mache und niemals mit Kunden mitgehe. Dies wiederum mache sie selbst zur ältesten Vollblutangestellten dieser Einrichtung. Daraufhin entschuldigte sie sich dafür, dass sie nun wieder Tanzen müsse, und wollte wiesen ob man sich danach noch einmal sehen würde. Da dies freudig-entrüstet bejaht wurde, versprach sie diesmal auf der Bühne nur für einen zu tanzen, verlangte aber gleichzeitig auch dass dieser nur Augen für sie habe und bloß keine Sekunde ihrer Tanzkünste versäume. Diesmal zog sie wirklich alle Register. Nun gab sie wahrlich ihr bestes, damit dem perversen Spanner der sich dort heimlich in der schummrigen Ecke versteckte auch nicht das kleinste Detail ihres wunder schönen Körpers verborgen blieb. Ihre Performance war umwerfend, atemberaubend und schon nach kurzem war sie sogar völlig Nackt. Sie wirbelte Rund um die Stange, grätschte im liegen ihre Beine über dem Kopf, „schlug“ Brücken, und alles was die Fantasie sich sonst noch so ausmalen kann. Tanztechnisch blieben hier wahrlich keine wünsche offen. Sprachlos mit einer lehren Bühne zurückgelassen, eilte sie bereits auf den Tisch zu, kaum dass sie die Bühne verlassen hatte. Schneller wäre dies nur gegangen, wenn sie, ähnlich Jennifer Grey in deren Paraderolle als Frances „Baby“ Houseman, von der Bühne direkt in die Arme ihres Schwarms gesprungen wäre. Völlig außer Atem erbat sie, an stelle eines Lady-Drinks einen O-Saft gegen denn Durst und merkte an, dass dieser ohnehin viel günstiger wäre. Nach dem Frau von und zu Umwerfend nun ihre vorrangigsten Bedürfnisse gestillt hatte, war das verbale Vorspiel zum Glück beendet und sie kam endlich auf die geschäftliche Seite zu sprechen. Sie gab bekannt das sie gerne ins Hotelzimmer mitkommen würde, und als ihr diese Bitte gewährt wurde, wies sie darauf hin, dass es besser wäre noch zu warten, da sonst eine Barfine fällig wäre. Dann nannte sie die Preise für Barfine, ST und LT. Barfine und Rechnung wurden also eilig beglichen und schon ging es gemeinsam ab ins traute Heim.

1 Uhr in Bangkok – Andre Länder, gleiche Sitten

Mit einem scharfem Hasen im Arm, zurück im Hotel, war es möglich nun doch noch die große Badewanne einzuweihen. Möge zu dem Zwecke, Wasser fließen und zum Bade sich ergießen.

Die schmerzenden Füße waren ein Fall für sich, doch die Wanne würde Zeit brauchen um sich mit Wasser zu füllen.
Genug Zeit um dem Leiden den Schrecken zu nehmen. Der beste Weg den Qualen her zu werden schien daher
eine hingebungsvolle Fußmassage. Anfangs zierte sie sich ein wenig. Es erschien ihr unangebracht. Doch nach kurzem widerstand lenkte sie ein, machte es sich doch auf der Couch bequem, und genoss die ihren Füßen gebührende Behandlung die diesen nun zu Teil wurde. Ist ja auch kein großes Wunder nach einem langem hartem Arbeitstag in hochhackigen Schuhen. Wesen Füße würden sich da nicht nach ein klein wenig Zuwendung sehnen.

Da es dadurch nun wieder besser um sie bestellt war, kehrte die Sachlage zurück zum Geschäftlichen Aspekt des Abends. Das Callgirl wies daraufhin, dass dummer weiße am morgigen Tag Chinesisches Neujahr war,
weshalb ihr Arbeitgeber am heutigen Abend keine Long Times gestattete.

Aber warum hatte sie dann überhaupt einen Preis für Long Time genannt? Andererseits, ohne die Möglichkeit auf eine Long Time wäre sie jetzt nicht in diesem Zimmer, und wenn sie dies, dank Gerüchteküche bereits wusste,
hat ihr Handeln durchaus eine gewisse Raffinesse.

Hier in Thailand reden die Mädels zwar immer wieder von angeblichen Long Times, haben diese dann aber leider immer gerade nicht lagernd, und wollen einen daher mit Short Time vertrösten. Bräuchte Mann Long Times so dringend wie Wasser er würde vermutlich hier in Thailand verdursten. Die europäische Stundenregelung ist zwar deutlich kostenintensiver, aber dafür ist das Ganze dort nur eine simple Division.
Das Geld, das Mann bereit ist auszugeben, dividiert durch einen genau festgelegten Stundensatz, ergibt die Zeit die einem zur Verfügung steht.
Eine Long Time reduziert sich zuhause somit auf eine simple Frage der Mathematik, während Mann sich hier in Thailand steht’s mit Einer Short Time begnügen muss. Dabei ist eine Stunde, übertrieben gesagt, kaum genug Zeit um sich in aller Ruhe auszuziehen.

Dieser Einwand wurde jedoch sofort entkräftet, mit dem Hinweis Short Time sei kein Stundentarif sondern bedeute „you come, I go“. Wären diese Worte aber wirklich ernst gemeint, hätte sie im Grunde genau so gut eine Long Time annehmen können, und dies wäre nebenbei finanziell sogar lukrativer.

Es scheint zwar plausibel, dass es nur Show ist, wenn sich europäische Freudendamen bei dem Wunsch nach mehr als einer Stunde erstaunt darüber geben, anderseits ist es trotzdem möglich, dass es sich dabei tatsächlich nicht unbedingt um etwas alltägliches handelt. Falls also der Zweifel bei europäischen Liebesdamen kein gespieltes Kompliment darstellt, woher sollte sie dann noch vor der ersten Nacht wissen wie wenig ein Stunde in Wahrheit eigentlich ist, und dann wird es gewiss auch Kunden geben, bei denen sie mit „you come, I go“ sogar besser aussteigt als mit einem Stundenlohn.

In diesem Sinne wurde ihr daher „I come, you go. you come, you go“ angeboten, und auch wenn noch nicht geklärt war, ob alle Beteiligten den Sinn hinter diesen Worten auch wirklich korrekt verstanden haben, kam es dadurch nun zu einer scheinbar für beide Seiten akzeptablen Einigung.

Inzwischen war auch das Badewasser bereit seine Gäste aufzunehmen, aber irgend wie war nun die Luft aus der Sache raus. Wer bitte kann sich schon entspannen, wenn die ganze Zeit die Tick-Tack im Hintergrund läuft.
Irgend wie hatte auch das mit dem Schaum im Schaumbad nicht so recht geklappt. Dann stellte auch noch heraus,
dass Badewannentemperatur viel zu warm ist für das heiße Thailand. Zu zweit in der Badewanne liegen
glich mehr einem Tetris für fortgeschrittene. Kurz, die Wasserspiele erwiesen sich als kompletter Reinfall
Anstelle gemeinsam, gemütlich in der Wanne zu entspann lief es also ganze darauf hinaus sich auf schnell, schnell mal ein wenig nass zu machen um das Erlebnis dann gestresst als erledigt abzuhaken und dem ganzen den Rücken zu zu kehren.

Doch solch unbedeutenden Fehlschläge dürfen einen nicht entmutigen. Kopf hoch und vorwärts Marsch. Die Gerippten im Nachtkästchen verbrauchen sich schließlich nicht von selbst. Eine Schande, wenn sie ganz umsonst importiert worden wären, und zuhause wären sie ohne hin nutzlos. Da ist so was bereits im Preis mit inbegriffen.
Glücklicherweise hatte dass Internet bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass dies in Thailand anders ist.
Dort muss der Mann sich selbst um die Verhütung kümmern. Leider kann dies aber für Europäer zu einem gewissen Problem werden, da die dort erhältlichen Größen meist nicht den europäischen Bedürfnissen entsprechen.
Dies behauptet zumindest das Internet.

Doch noch war es noch nicht ganz so weit. Auf dem Bett sitzend, mit einem leichtem schubs in liegende Position gebracht, wollte sich diese Wildkatze nun erstmal für die Fußmassage bedanken. Was zuvor ihr Körper auf der Bühne vorgeführt hatte, wiederholt nun ihre Zunge an der pulsierenden Stange aus Fleisch und Blut.

Nach einer weile wurde jedoch der heiße Tanz unerwartet beende und der freche Spatz zwitscherte: „Not so fast, darling.“ Was auch immer dies bedeuteten mochte, sie stand jetzt auf, ging ins Wohnzimmer und durchwühlte ihre Handtasche. Wollte wohl ihr Handy auf Nachrichten überprüfen, oder einfach nur wissen wie spät es war.

Als sie kurz darauf wieder zurück kam, nahm sie abermals den Freudenspender begierig in ihren Mund.
Aber irgend etwas war diesmal anders. Ein flüchtiger Blick zeigte sofort woran es lag. Der Bengel war nun korrekt gekleidet und ausgehfertig. Da fühlt Mann sich doch gleich wie zuhause. Also von wegen, Internet, von wegen, andre Länder, andre Sitten.

Um dies zu erkennen blieb aber kaum mehr Zeit als für den flüchtigen Blick notwendig gewesen waren, den schon hatte dieses übermütig Cowgirl aufgesattelt und los ging der Wilde Ritt.

Erschöpft von all der Anstrengung kam es letztlich zum Rollentausch. Nun durfte sich hinlegen und konnte ein wenig ausruhen, während ihr brunftiger Stier nun die ganze Arbeit übernahm. Irgend wann erbat sie sich jedoch dennoch eine kurze Pause von der ganzen Bettgymnastik. Nach einem Blick auf ihr Handy wurde sie ganz unruhig
und meinte es sei bereits sehr viel später als gedacht. Sie brachte ihr Verwunderung über den fehlenden Alkoholkonsum in ihrer Bar zum Ausdruck und fragte ob denn womöglich andere, härtere Drogen im Spiel währen.
Als dies verneint wurde, wollte sie nun wissen wie lange so eine Nacht denn normalerweise dauert, und ob den schon ein Ende in Sicht sei.
Die Antwort gefiel ihr gar nicht, da sie ihr diesmal ganz offenbar glauben Schenkte. Sie wurde jedoch auch auf die Vereinbarung: „you come, you go“ hingewiesen, und es somit allein an ihr lege wie lange die Nacht noch dauert.
Ihr wurde auch dargelegt, dass es keine Möglichkeit gebe zu prüfen ob der erste Teil der Vereinbarung bereits erfüllt ist, weshalb es ihr von Anfang an freistand zu gehen wann immer sie wolle.

Sie dachte eine weile darüber nach und traf eine Entscheidung. Wiederholt ihr bedauern bekundend, teilte sie mit, sie habe leider keine andere Wahl und müsse nun gehen, aber dafür wolle sie für diesen Abend kein Geld. Als ihr dennoch der vereinbarte Betrag überreicht wurde, lehnte sie vehement ab, da sie ja ihre Arbeit nicht gemacht habe.
Also wurde sie erneut auf die Vereinbarung „you come, you go“ hingewiesen, und falls sie ihren Spaß hatte, sie auch ihre Arbeit getan habe und somit ruhigen Gewissens das Geld annehmen könne. Würde sie hingegen das Geld nicht annehmen müsse sie noch bleiben oder ihr gehen wäre eine große Kränkung. Da sah sie allmählich die Hoffnungslosigkeit ihres Widerstands eine, meinte sie hätte ja ihren Spass gehabt, und nahm leicht  niedergeschlagen dass Geld an.
Das Extra-Tipp wollte sie jedoch keines falls akzeptieren. Sie bedankt sich noch mal herzlich, mit einer innigen Umarmung, und einem Abschiedskuß, der es in sich hatte, und dann entschwebte dieser Engel der Nacht.

Im Zimmer alleine zurückgelassen war die Zeit gekommen, mit Hilfe des Internets den Wahrheitsgehalt der Neujahrs-Geschichte zu überprüfen. Leider hätte sie dabei lediglich widerlegt werden können, da aber am nächsten Tag wirklich Chinesisches Neujahr war blieb die Frage unbeantwortet. Das sie die Long Time erst ausschloß, nachdem ihr Handy gepiepst hatte machte die Sache zusätzlich verdächtig. Aber im zweifel für den Angeklagt.
Sie konnte es einfach vergessen hab, oder ihr Boß hat es sein mitarbeiten erst nach der Arbeit mitgeteilt,
als sie nicht mehr da war. Allerdings passt letzteres zeitlich nicht so ganz zusammen. Wie auch immer, sie war jetzt weg, und gleich aus welchem Grund sie weg war, es würde sich dadurch nichts ändern.

Hier gehts weiter im Reisebericht:

Das Abenteuer beginntweiter zu Tag 0
Ein Taxi im Waldeweiter zu Tag 1
Was passiert, wenn’s passiertweiter zu Tag 2
Schlaflos in Bangkokweiter zu Tag 3
A kind of a funny thingweiter zu Tag 4
Wenn eine Tür sich schließt, …weiter zu Tag 5
Hot In The Cityweiter zu Tag 6
Sonnez les matinesweiter zu Tag 7
Was du heute kannst besorgen, …weiter zu Tag 8
Einmal trifft’s jedenweiter zu Tag 9
Good Bye Darlingweiter zu Tag 10

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Axam berichtet in seinem Thailand Newbie Reisebericht über seine Erlebnisse und ersten Erfahrungen im gelobten Land.

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