Tag 8: Was du heute kannst besorgen, …

> Montag, 12 Uhr in Pattaya > Stadt-Land, Fuß

In einem alten Märchen trifft ein Wanderer ein hübsches Mädchen und begleitet es in ihr Heimatdorf. Am Abend bittet diese ihn plötzlich, den Ort noch vor Mitternacht zu verlassen. Aus Liebe kommt er dieser Bitte nach, will aber später zu ihr zurückkehren. Nach Mitternacht bleibt das Dorf jedoch unauffindbar. Nachdem er die ganze Nacht hindurch vergeblich nach dem Ort gesucht hat, trifft er am frühen Morgen endlich einen alten Jäger. Dieser berichtet, dass das Dorf schon seit vielen Jahrhunderten verschwunden ist und nur alle 100 Jahre für einen Tag wieder aufersteht.

Nun, der Gedanke an diese Geschichte kam nach gut einer Stunde vergeblichem herumirren in der Stadt.
Die Bar in dem die Herzdame vom Vortag arbeitet war nun bei Tageslicht unauffindbar. Ein Anruf bei Z brachte leider auch nicht denn gewünschten Erfolg. Zwar wusste er, in welcher Straße sie liegen müsste, merkte aber an, dass diese vermutlich erst am Abend öffnet.
Da er nachher nach Jomiten fahren wollte um sich dort mit seiner Kleinen vom letzten Jahr zu treffen, und es nun ohnehin nichts besseres mehr zu tun gab, wurde ein Treffen in 10 Minuten vor McDonalds vereinbart. Es erschien ja ohnehin sinnvoller nach der Rückkehr aus Jomiten gemeinsam nach der Bar zu suchen. Jomiten wirkt fast schon ländlich und das mitten in der Stadt.
Die Bar des Mädels befand sich in einer ruhigen gemütlichen Seitengasse, die durchaus zum verweilen einlud. Als Z die Bar betrat, erkannte ihn seine Angebetete sofort wieder, gesellte sich zu ihm, und da er nicht alleine war forderte sie eine Freundin auf es ihr gleich zu tun. Diese schien davon nicht gerade angetan, folgte aber gehorsam. Die schüchterne kleine wurde von Zs Freundin als Nu vorgestellt. Die Beiden Herren bestellten sich je ein Getränk, und die Damen bekamen natürlich ebenfalls einen Drink spendiert.
Dann kam eine Herausforderung zu einem Spiel 4 gewinnt. Dabei kommt zwar schnell der Gedanke an ein einfaches Kinderspiel, doch gegen Nu zu gewinnen erwies sich als ein Ding der Unmöglichkeit. Als sich die Drinks allmählich dem Ende zuneigten, wies Z darauf hin, dass sich gleich gegenüber ein Nagelstudio befände, und es eine Schande wäre, Thailand zu verlassen ohne eine Fußpflege genossen zu haben. Daher bestand er darauf das Nu ihren Begleiter dorthin führe. Vermutlich wollte er nur mit seiner kleinen ein wenig alleine sein, also gut soll er seinen Willen haben.

Nach der Fußpflege war in der Bar auch eine Schweizer „Familie“ eingetroffen. Es war ein Mann mit seiner Lebensgefährtin und seinem Sohn aus erster ehe, der diesen Thailandurlaub von seinem Vater zu seinem sechzehnten Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Der Vater hatte das Gefühl sein Sohn würde sich langweilen, und so bat er die Rückkehrer diesem doch bei einer runde Billard Gesellschaft zu leisten. Zwar wurde dieser bitte entsprochen und dem Jungen erstmal die Regeln und die theoretischen Grundlagen beigebracht, da aber Theorie und Praxis zwei paar Schuhe sind, wurde das weitere Spielen bereits nach der ersten Runde an Nu übertragen, um Zeit zu haben sich ein wenig mit dem Vater des jungen zu Unterhalten. Inzwischen war es schon längst dunkel, und Zeit nach Pattaya zurück zu kehren. Zs Freundin wollte unbedingt ihre Freundin mitnehmen, und da Z seiner liebsten offenbar keinen Wunsch abschlagen wollte, hielt auch er es für eine gute Idee und wies darauf hin, dass er ja gestern bereits dazu geraten habe die Herzdame auszulösen, und der Fehler von gestern nicht wiederholt werden solle, schließlich sei der Spatz in der Hand besser als die Taube auf dem Dach. Schweren Herzen wurde also schließlich einwilligt, und Nu ausgelöst.

Hier sieht man wieder einmal, was dir wichtig ist, dass verschiebe bloß niemals auf Morgen. Gelegenheit diese Lektion zu lernen, hätte es ja bereits am ersten Tag in der Soi Cowboy gegeben, aber wer nicht hören will muss eben fühlen. So ist das nun mal, wenn man den weisen Worten der alten Sprüche kein Gehör schenkt. Auf dem Weg zum Tuk-Tuk suchte Zs Freundin ein Gespräch unter vier Augen. Sie bat um Verständnis für ihre Freundin. Nu sei gerade erst frisch aus dem Isan hier angelangt, und Heute zum ersten mal Ausgelöst worden. Daher hoffe sie nun stark, für Nu einen guten Mann ausgewählt zu haben, der Nu gut behandelt, aber irgend wie habe sie ein gutes Gefühl, was das betrifft.

22:30 in Pattaya – Pech in der Liebe, Glück im Spiel

Während einem Spaziergang auf der Beach Road hatte Zs Freundin offenbar ein klares Ziel vor Augen. Zielstrebig ging sie zu einem Einkaufszentrum, und dort in den obersten Stock. Doch das von ihr ersehnte „Ripley’s Believe It or Not“ war leider bereits geschlossen. Auf dem Rückweg wollte sie ein wenig shoppen. Auch Nu fand sich dort eine DVD und komischer weise gab es hier auch eine DVD von dem Kinofilm, der zur Zeit in Bangkok um 12 Uhr im MBK lief. Die zwei DVDs wurden also sogleich erstanden, und dann ging es weiter auf ein Runde Jackpot in Hot-Mama-Sans Bar. Es wurde diesmal mit Hot-Mama-San um Lady-Drinks gespielt, doch die gute Frau hatte an diesem Tag einfach kein Glück. Sie gewann nicht ein Spiel.

Zum Abschluss wollte Z noch einen Absacker in seiner Stammbar einnehmen, aber irgend wie schien dies nicht unbedingt eine gute Idee. Nach allem was dort am Vortag vorgefallen war, und dann auch noch mit einer neuen im Schlepptau. Aber Z meinte er kenne Maew gut, und sie sei ein Profi. Alle Bedenken seien daher unbegründet.

Noch nicht ganz überzeugt, ginge es dennoch in Maews Bar. Z hatte vermutlich recht gehabt. Maew sah zwar im ersten Moment etwas überascht aus, vielleicht sogar ein wenig betrübt, hatte sich aber schnell wieder im griff, und anstatt nun groß eine Szene zu machen, tat sie das genaue Gegenteil, sie lies sich nicht anmerken, dass sie einen der neuen Gäste bereits deutlich besser kannte, als wie es für eine bloße Kellnerin möglich wäre.

Als Nu kurz auf der Toilette war, sprach Maew sogar ihre aufrichtig klingenden Glückwünsche zur neuen Eroberung aus, und ermahnte, dieses zarte Pflänzchen nicht zu hart anzufassen, mit einem Zwinker auf die Ereignisse, die vor vier Tagen, in ihrer eigenen ersten gemeinsamen Nacht geschehen waren.
Zumindest war damit nun sichergestellt, dass Maew sich keine unnötigen Hoffnungen machte.

Im Hotelzimmer, nach dem Duschen, kam Nu in ein Badetuch gewickelt, aus dem Badezimmer und wollte nun erstmal den Inhalt ihre neuen DVD in Augenschein nehmen. Es handelte sich um eine Musikvideo, vermutlich eine Thailändisch Band. Zum ersten mal mit dieser Musikrichtung konfrontiert war es doch erstmal eher Gewöhnungsbedürftig, aber ihr gefiel es ganz offensichtlich. Sie saß, bekleidet mit ihrem Badetuch auf dem Bett, und sang Lieder mit.

Irgend wann hatte sie dann aber genug von diesem Gegröle auf der DVD, und plötzlich ging sie plötzlich ab wie eine Rakete. Eigentlich war erwartet worden, für dieses Mauerblümchen sei die Missionarsstellung bereits eine zu große Zumutung, Aber sie hatte auf einmal alle Hemmungen verloren, und nahm den Freudenspender erstmal begierig in den Mund. Doch nach einer weile verlangte es sie nach mehr, Sie setzte sich auf das gute Stück und begann ihr Becken zu kreisen. Und eben so erfinderisch ging es dann den Rest der Nacht weiter.

Wenn dieses Mädel wirklich frisch vom Land kam woher konnte sie dann solche sachen? Oder war sie eben einfach nur ein Naturtalent? Aber im Grunde war es auch ganz egal, denn das Einzig was dabei wirklich wichtig ist, sie konnte es. Uns somit war der Abend doch noch gerettet.

Hier gehts weiter im Reisebericht:

Das Abenteuer beginntweiter zu Tag 0
Ein Taxi im Waldeweiter zu Tag 1
Was passiert, wenn’s passiertweiter zu Tag 2
Schlaflos in Bangkokweiter zu Tag 3
A kind of a funny thingweiter zu Tag 4
Wenn eine Tür sich schließt, …weiter zu Tag 5
Hot In The Cityweiter zu Tag 6
Sonnez les matinesweiter zu Tag 7
Was du heute kannst besorgen, …weiter zu Tag 8
Einmal trifft’s jedenweiter zu Tag 9
Good Bye Darlingweiter zu Tag 10

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Axam berichtet in seinem Thailand Newbie Reisebericht über seine Erlebnisse und ersten Erfahrungen im gelobten Land.

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